Bearbeitungsstand

23.8.2010

Identifikations-Nr.

25963

Rubrik

Energie/Klima

Bezeichnung

Verordnung (EU) Nr. 744/2010 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1005/2009 über Stoffe, die zum Abbau der Ozonschicht führen, in Bezug auf die kritischen Verwendungszwecke von Halonen

Umweltpolitischer Kontext

Halone sind schädlich für die Ozonschicht. Ihre Produktion ist in der EU seit 1994 durch das Montrealer Protokoll verboten. Allerdings ist in der EU die Nutzung für sogenannte ,,kritische Verwendungszwecke" erlaubt. Darunter fallen die Bereiche Luftfahrt, Militär und Brandbekämpfung. Diese erlaubten Verwendungszwecke sind in Anhang VI der Verordnung (EG) Nr. 1005/2009 aufgeführt. Die EU-Kommission hat diesen Anhang überprüft. Hierzu hat sie die derzeitigen Verwendungen von Halonen sowie die Verfügbarkeit und Durchführung von technisch und wirtschaftlich realisierbaren Alternativen oder Technologien bewertet, die unter Umwelt- und Gesundheitsaspekten akzeptabel sind.

Dokumententyp

EG-Verordnung

Normgeber

Europäische Union

Status/Verfahrensstand

In Kraft seit 9.9.2010

Wesentlicher Inhalt

Durch die Verordnung wird der Anhang VI der Verordnung (EG) Nr. 1005/2009 über Stoffe, die zum Abbau der Ozonschicht führen neu gefasst. Im Ergebnis wird dadurch der Einsatz von Halonen schrittweise bis 2040 in der Europäischen Union vollständig verboten.

Stichtage und Endtermine

Angesichts der zunehmenden Verfügbarkeit und Durchführung von Alternativen für den Einsatz von Halonen werden für jede in Anhang VI aufgeführte Anwendung Stichtage festgesetzt werden, nach denen die Verwendung von Halonen für neue Ausrüstungen und neue Anlagen verboten ist. Außerdem werden für jede Anwendung Endtermine festgesetzt, nach denen die Verwendung von Halonen in allen Ausrüstungen und Anlagen verboten ist, unabhängig davon, ob es sich um bereits vorhandene oder neue Ausrüstungen und Anlagen handelt.

Betroffene

Hersteller von entsprechenden halonhaltigen Produkten.

Marktchancen - Auswirkungen auf die Umwelttechnologieunternehmen

Marktchancen ergeben sich prinzipiell für die Hersteller von Substitutionsprodukten. Aufgrund der bereits zahlreich am Markt verfügbaren Alternativen sowie den nur noch begrenzten Anwendungsfeldern werden die Marktpotentiale jedoch eher als gering eingeschätzt.

Dokumententext

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