Bearbeitungsstand

14.8.2009

Identifikations-Nr.

25182

Rubrik

Energie/Klima

Bezeichnung

Verordnung über die Versteigerung von Emissionsberechtigungen nach dem Zuteilungsgesetz 2012 - Emissionshandels-Versteigerungsverordnung 2012 - EHVV 2012 -

Umweltpolitischer Kontext

Die Verordnung ist Teil der Regelungen zum Handel mit Berechtigungen zum Ausstoß von Kohlendioxid (CO2). Ab 2010 soll ein Teil der Emissionsberechtigungen nicht mehr kostenlos zugeteilt werden, sondern versteigert werden. Die Versteigerung soll die Effizienz des Emissionshandels verbessern.

Dokumententyp

Bundesverordnung

Normgeber

Bund

Status/Verfahrensstand

In Kraft seit 23.7.2009

Wesentlicher Inhalt

Die neue Verordnung regelt die Versteigerung von jährlich 40 Millionen Emissionszertifikaten für die Jahre 2010 bis 2012, die den Betreibern von Kraftwerken nicht kostenlos zugeteilt werden. Für die Versteigerungen in den kommenden drei Jahren sieht die Verordnung vor, dass die Auktion in wöchentlich gleichen Mengen an einer der bestehenden Emissionshandelsbörsen stattfindet. Welche der Börsen hierfür am besten geeignet ist, soll im Laufe des Jahres in einem Vergabeverfahren entschieden werden. Für die Börsenaufsicht und die Abwicklung der erfolgreichen Gebote gelten dieselben Regeln wie beim sonstigen Börsenhandel. Damit sollen die besonderen Vorteile des Emissionshandels auch bei der Versteigerung erhalten bleiben, da beim Emissionshandel Angebot und Nachfrage aller Marktteilnehmer den aktuellen Wert der Emissionszertifikate bestimmen.

Betroffene

Betroffene der Verordnung sind die Betreiber von Kraftwerken, die nicht wie bisher Emissionsberechtigungen an den Börsen erwerben sondern ersteigern müssen.

Marktchancen - Auswirkungen auf die Umwelttechnologieunternehmen

Marktchancen ergeben sich aufgrund der Verordnung weder für die Umweltindustrie noch für andere Branchen. Die Bundesregierung geht davon aus, dass künftig die Versteigerungspreise nicht signifikant von den heutigen Preisen zum Erwerb von Emissionsberechtigungen im Börsenhandel abweichen werden.

Langfristig steigt natürlich durch die Kostenbelastung der Anreiz für die Betreiber von Kraftwerken, in Umwelttechnologien zu investieren, um diese Kosten zu senken.

Dokumententext

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