Bearbeitungsstand |
10.3.2010 |
Identifikations-Nr. |
24580 |
Rubrik |
Energie/Klima |
Bezeichnung |
Merkblatt zur Förderung der energetisch optimierten Modernisierung von Wohngebäuden und ausgewählten Nichtwohngebäuden mit passivhaustauglichen Komponenten |
Umweltpolitischer Kontext |
Das Hessische Wirtschaftsministerium fördert Modernisierungsmaßnahmen bei Gebäuden, die zu einer nachhaltigen Verringerung von CO2-Emissionen führen. Durch die Förderung soll die Nutzung innovativer Energieeffizienztechnologien in Hessen vorangetrieben werden. |
Dokumententyp |
Verwaltungsvorschrift Hessen |
Normgeber |
Hessen |
Status/Verfahrensstand |
In Kraft |
Wesentlicher Inhalt |
Gefördert wird die umfassende, energetisch optimierte Modernisierung von Wohn- und Nichtwohngebäuden unter Einsatz passivhaustauglicher Bautechniken, durch die ein dem Anforderungsniveau von Passivhäusern angenäherter Heizwärmebedarf des Gebäudes erreicht wird. Die Modernisierungsmaßnahmen müssen dazu führen, dass sich der jährliche Heizwärmebedarf des Gebäudes auf maximal 25 kWh pro Quadratmeter reduziert. Antragsberechtigt sind alle natürlichen und juristischen Personen. Das Land übernimmt die investiven Mehrkosten einer energetisch optimierten Modernisierung gegenüber einer energetischen Modernisierung, die die Mindestanforderungen der Energieeinsparverordnung einhält. Zuwendungsfähig sind dabei die investiven Mehrkosten, die ausschließlich aufgrund der zusätzlichen energetischen Anforderungen gegenüber konventioneller Bauausführung nach den geltenden Vorschriften entstehen, die Kosten, die im Zusammenhang mit der Prüfung der Gebäudedichtheit (Blower-Door-Test) sowie mit Messungen zur Feststellung des Heizwärmeverbrauchs nach Abschluss der Modernisierungsmaßnahmen entstehen und die Planungsmehrkosten. |
Betroffene |
Von der Förderung profitieren werden die Dämmstoffindustrie, Hersteller von Wärmedämmverbundsystemen (WDVS), Anbieter von energieeffizienten Fenstern und Türen und anderen passivhaustauglichen Komponenten, Energieberater und Planer, Handwerker sowie Bau- und Sanierungsunternehmen. |
Marktchancen - Auswirkungen auf die Umwelttechnologieunternehmen |
Marktchancen ergeben sich für die Hersteller und Installateure von Baumaterialien und Komponenten. Wichtige Produkte sind wärmedämmende Fenster, Verglasungen und Türen, Wärmedämmverbundsysteme (WDVS), Lüftungsanlagen (z.B. Abluft-Wärmerückgewinnung), Dach- und Kellerisolierungen und Dichtungssysteme. Deutschland ist der größte Markt für Passivhäuser weltweit, bisher wurden seit Anfang der 90er-Jahre etwa 10.000 Häuser in Passivbauweise errichtet. Der Markt für Passivhäuser ist, unbeeindruckt von Bau- und Finanzkrise, in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen. Eine Ausweitung des Einsatzfeldes von Passivhauskomponenten auf den Bereich der energetischen Sanierung und Modernisierung von Gebäuden erhöht das Marktpotenzial um ein Vielfaches gegenüber dem ausschließlichen Einsatz bei Neubauten. |
Dokumententext |
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