Umweltpolitischer Kontext
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Die Bundesregierung hat am 18. Juni 2008 den zweiten Teil ihres Integrierten Energie- und Klimaprogramms beschlossen. Die insgesamt 29 Einzelmaßnahmen des Programms sollen Deutschlands Vorreiterrolle beim Klimaschutz unterstreichen. Die erneuerbaren Energien sollen massiv ausgebaut werden, sowohl beim Strom als auch bei den Kraftstoffen und der Wärmeenergie. Außerdem soll die Energieeffizienz gesteigert werden.
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Wesentlicher Inhalt
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Einer der wichtigsten Maßnahmen des Klimaprogramms ist die Novellierung der erst am 1. Oktober 2007 in Kraft getretenen Energieeinsparverordnung (EnEV). Im Mittelpunkt der Neuregelungen der EnEV steht die Anhebung der energetischen Anforderungen an Neubauten sowie bei wesentlichen Sanierungen im Gebäudebestand. Dazu werden die Anforderungen der §§ 3 und 4 an den Jahres-Primärenergiebedarf bei der Errichtung von Neubauten sowohl im Wohngebäude- als auch im Nichtwohngebäudebereich um durchschnittlich 30 % und an die Außenbauteile um durchschnittlich 15 % verschärft. Bei größeren Änderungen im Gebäudebestand ist eine Verschärfung der energetischen Anforderungen an Außenbauteile um durchschnittlich 30 % vorgesehen.
Für Klimaanlagen wird eine generelle Pflicht zum Nachrüsten von selbsttätig wirkenden Einrichtungen der Be- und Entfeuchtung vorgeschrieben. Nachtstromspeicherheizungen mit einem Alter von mindestens 30 Jahren sollen langfristig und stufenweise unter Beachtung des Wirtschaftlichkeitsgebots außer Betrieb genommen werden.
Damit die Änderungen der Energieeinsparverordnung durchgeführt werden konnten, war zunächst eine Änderung des Energieeinsparungsgesetzes notwendig. Das bisherige Energieeinsparungsgesetz stellte dem Bund nicht für alle beabsichtigten verordnungsrechtlichen Neuregelungen ausreichende Ermächtigungsgrundlagen zur Verfügung, die deswegen durch das Gesetz geschaffen wurden.
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Marktchancen - Auswirkungen auf die Umwelttechnologieunternehmen
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Die wichtigsten Quellen für Wärmeverluste in Gebäuden sind Wand, Dach, Boden und Eingangstüren. Daher setzen in diesem Bereich auch wirkungsvolle Maßnahmen zur Reduktion des Energieverbrauchs an.
Marktchancen ergeben sich für die Hersteller von Fenstern, Türen, Wandsystemen und Fassaden sowie die Hersteller von Dämmstoffen. Wichtigste Dämmstoffe am Markt sind anorganische Materialien (= Glas-, Steinwolle etc.) sowie organische Materialien (= Polyurethan, Holzwolle, Polyester etc.). Weitere Marktchancen ergeben sich für effiziente Heizsysteme u.a. zur Substitution der heute noch eingesetzten Nachtstromspeicherheizungen.
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