Bearbeitungsstand

20.01.2009

Identifikations-Nr.

14245_2

Rubrik

Energie/Klima

Bezeichnung

Richtlinie 2008/101/EG zur Änderung der Richtlinie 2003/87/EG zwecks Einbeziehung des Luftverkehrs in das System für den Handel mit Treibhausgasemissionszertifikaten in der Gemeinschaft

Umweltpolitischer Kontext

Bereits in ihrer Mitteilung über die Verringerung der Klimaauswirkungen des Luftverkehrs vom September 2005 hatte die Kommission angekündigt, das sie prüfen werde welche Maßnahmen erforderlich sind, um die Klimaauswirkungen des Luftverkehrs einzudämmen. Nach Prüfung verschiedener Optionen hat die Kommission beschlossen ein neues marktorientiertes Instrument auf Gemeinschaftsebene anzuwenden, anstelle von anderen finanziellen Massnahmen wie z.B. Steuern und Abgaben. Sie ist der Auffassung, dass der beste Weg aus wirtschaftlicher und ökologischer Sicht darin besteht, die Klimaauswirkungen des Luftverkehrs in das EU-Emissionshandelssystem einzubeziehen.

Dokumententyp

EG-Richtlinie

Normgeber

EU

Status/Verfahrensstand

In Kraft

Wesentlicher Inhalt

Nach dem bestehenden Gemeinschaftssystem wird Anlagenbetreibern eine bestimmte Anzahl Emissionsrechte (Zertifikate) zugeteilt, von denen jedes einzelne seinen Inhaber befugt, pro Jahr eine Tonne Kohlendioxid zu emittieren. Die Gesamtzahl der zugeteilten Zertifikate entspricht die Obergrenze für die Gesamtemissionen, die die Systemteilnehmer nicht überschreiten dürfen. Bis 30. April jeden Jahres müssen die Betreiber Zertifikate in Höhe ihrer tatsächlichen Emissionen abgeben. Sie können Zertifikate handeln, damit Emissionsreduktionen dort erfolgen können, wo sie am kostenwirksamsten sind.

Die Kommission will den Luftverkehr in das Emissionshandelssystem schrittweise integrieren. Die Vorschriften für die Emissionsüberwachung und -berichterstattung sollen ab 2010 in Kraft treten. Ab 2012 soll dann für Emissionen aus der Luftfahrt ein Emissionslimit gelten, und auch Flugzeugbetreiber müssen dann Zertifikate in Höhe ihrer Emissionen abgeben.

Betroffene

Betroffen sind die Fluggesellschaften als Betreiber der Flugzeuge, die Flugzeughersteller sowie deren Zulieferindustrie

Auswirkungen für hessische Umwelttechnologieanbieter

Durch die Verteuerung der Flugkosten können alternative Verkehrssysteme, vor allem die Bahn, die Marktanteile erhöhen.

Marktchancen für einzelne Marktteilnehmer

Marktchancen bestehen für Unternehmen, die Technologie zur Verbrauchsreduktion von Flugzeugen anbieten, z. B durch Maßnahmen wie Aerodynamikverbesserungen bei Flügelklappen und Fahrwerken sowie durch Gewichtsreduktion durch neue Werkstoffe und strömungsoptimierte Tragflächen.

Dokumententext

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